Typisch englisch – Teatime, Fish’n'Chips & Co.
Wie jedes andere Volk haben auch die Engländer ihre eigenen Traditionen und Bräuche. In der ganzen Welt haben die Menschen des Vereinigten Königreiches mit vielen Klischees zu kämpfen. Doch was ist eigentlich „typisch englisch“?
Wie kein anderes Land in Europa sind die Briten stolz auf ihre Insel. So bezahlen die Engländer beispielsweise weiterhin in Pfund und messen in inches. Hans-Dieter Gelfert beschreibt in seinem Buch „Typisch englisch – Wie die Briten wurden, was sie sind“, dass die Engländer bei dem Anblick der weißen Felsen von Dover das fühlen, was wir Deutschen empfinden, wenn wir die heimatlichen Kirchtürme sehen. Für die Briten ist ‘Heimat’ also das ganze Land und nicht nur die Stadt, in der sie groß geworden sind.
Typisch englisch ist aber auch die britische Höflichkeit und Zurückhaltung, die sich auch im Straßenverkehr widerspiegelt. Trotz des ungewohnten Linksverkehrs empfinden viele Touristen das Fahren im englischen Straßenverkehr als viel stressfreier und entspannter. Das zuvorkommende Verhalten kommt aus der Zeit, als sich die feine Gesellschaft noch am Hofe aufhielt.
Die typisch englische Zurückhaltung lässt sich auch im Sprachgebrauch beobachten. Es ist in England einfach unhöflich, laut zu sprechen. Jeder Satz folgt einem bestimmten Intonationsmuster. Eine fallende Betonung am Satzende signalisiert dem Empfänger die Unterhaltung zu beenden. Eine steigende Intonation fördert den Kommunikationspartner dazu zu auf, sich weiter zu äußern.
Die Engländer sind aber auch für ihren trockenen Humor bekannt. Über die britischen Inseln hinaus sind vor allem der Tollpatsch Mr. Bean und Monty Python berühmt geworden. Weitere Stereotypen über Engländer: In jeder freien Minute trinken sie Tee, essen Fish’n'Chips und spielen bzw. schauen Cricket. Jedoch sollte man diese Klischees immer mit einem Augenzwinkern betrachten. Schließlich laufen ja auch nicht alle Deutschen in Lederhosen herum, trinken Bier und essen Sauerkraut.
