The British Museum: Kunst und Kultur in London
Das British Museum in London gehört zu den bekanntesten Museen der Welt und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von nahezu sieben Millionen Zeugnissen der Kunst- und Kulturgeschichte.
Fünf bis sechs Millionen Besucher zählt das British Museum jährlich, und kaum einer kommt enttäuscht aus dem gewaltigen Museumskomplex heraus, zumal der Eintritt wie in Großbritannien vielerorts üblich frei ist – Ein Luxus, den sich Museumsliebhaber hierzulande sicherlich auch wünschen würden. Alles, was man mitbringen muss, ist demnach genügend Zeit und Interesse, um die vielfältige Sammlung von Objekten aus aller Welt angemessen betrachten zu können.
Die Anfänge des British Museum in London
Seit seiner Gründung im Jahre 1753 hat es sich das British Museum zur Aufgabe gemacht, wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit zu sammeln und zu bewahren sowie Besuchern aus aller Welt die unterschiedlichsten Aspekte der Menschheitsgeschichte näher zu bringen. Der Vater dieses Gedanken war Sir Hans Sloane, ein Arzt, Naturalist und leidenschaftlicher Sammler von allerlei Objekten, die er in seinem Testament dem Staat vermachte. Mehr als 71.000 Gemälde, Statuen, Bücher, Kunsthandwerkszeugnisse und andere Stücke trug er im Laufe seines Lebens zusammen und bildete damit den Grundstock für das heutige British Museum.
Um den Objekten einen angemessen Rahmen zu geben, wurde ein Herrenhaus umgebaut und 1759 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schon damals war der Eintritt frei und das Interesse der Besucher groß, während die Sammlung durch Neuanschaffungen und weitere Schenkungen stetig wuchs, sodass das Museum mit der Zeit weiter ausgebaut werden musste. Der Kern des heute bekannten Gebäudes entstand ab 1823, knapp dreißig Jahre später wurde der Bau vollendet.
The British Museum: Konservierte Geschichte der Welt
Auch eine Bibliothek, die mittlerweile Teil der British Library ist, fand schließlich ihren Weg hierher und bietet Besuchern heute eine Auswahl von rund 350.000 Bänden zu den verschiedensten Wissensgebieten. Das Museum selbst gliedert sich in sieben Sektionen, angefangen von den geographisch geordneten Sammlungen bis hin zu Themenschwerpunkten. Auf vier Ebenen verteilen sich Objekte aus dem Alten Ägypten, dem antiken Griechenland und Rom, aus Asien, aus dem Mittleren Osten sowie vom amerikanischen Kontinent.
Außerdem gibt es jeweils eine Schwerpunktsammlung zur Zeit der Reformation sowie zum weitläufig gefassten Thema „Living and Dining“ und schließlich eine eigene Sektion für wechselnde Sonderausstellungen. Egal ob man etwas über die blutigen Rituale der Maya, Buddhistische Lehren, chinesische Keramikkunst oder neuere westliche Geschichte erfahren möchte – Die Vielfalt der Sammlung bietet garantiert jedem Interessenten einen ganz eigenen Ansatzpunkt, von dem aus man sich durch die Kunst- und Kulturgeschichte der Welt stöbern kann.
