Sean Connery: Der bekannteste Schotte (und beste Bond?)
Wer kennt ihn nicht? Sean Connery, bekannt aus den James Bond Verfilmungen und zahlreichen anderen Filmen, gilt als der bekannteste Schotte. Wie wurde er zum dem, der er heute ist?
Sir Thomas Sean Connery, wie er eigentlich heißt, ist in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. Aus dem Film-Business hat er sich mittlerweile zurückgezogen. Doch seine Verdienste für sein Heimatland Schottland und die Filmindustrie kann man ihm bis heute nicht absprechen. Hier also ein kleiner Rückblick auf den Schauspieler, der James Bond zu Kultstatus verhalf und noch im Alter von 69 Jahren zum „Sexiest Man of the Century“ gewählt wurde.
Sir Thomas Sean Connery: Die Anfänge
Sean Connery wurde am 25. August 1930 in Edinburgh als Sohn eines katholischen Fabrikarbeiters und Fernfahrers und einer protestantischen Reinigungskraft geboren. Sein erster Job war weniger glamourös, denn er verdiente sich anfangs sein Geld als Milchmann. Bald brach er die Schule ab, um seine Eltern finanziell zu unterstützen. Mit 16 Jahren ging er zur Royal Navy, wo er sich wie viele andere junge Männer Tattoos auf die Unterarme, einen Unterarm mit „Mom und Dad“ und den anderen mit „Scotland forever“, stechen ließ. Dies sei bis heute noch mit seinen Überzeugungen vereinbar. Zurück in Schottland, folgten außergewöhnliche Jobs: u.a. als Lastwagenfahrer, als Rettungsschwimmer und auch als Modell für das Edinburgh College jobbte der mittlerweile 1,88 große junge Mann.
Vom Bodybuilder zu James Bond
Mit 18 begann er mit Bodybuilding, was er auch einige Zeit erfolgreich tat. Auch eine Zukunft als Fußballer schien greifbar, doch er lehnte 1953 ein 200-Dollar Angebote von Manchester ab, was bis heute als klügste Entscheidung in seiner Karriere gewertete werden kann. Nach vielen kleinen Produktionen sollte 1962 mit der ersten James Bond Verfilmung Sean Connerys Durchbruch kommen. Die erste Wahl war er jedoch nicht. Vielen war er zu groß und zu schottisch. Selbst der Autor, Ian Fleming, meinte man könne ihn sich nicht als Smoking tragenden, Champagner und Martini trinkenden Geheimagenten vorstellen. Doch alle lagen falsch. Denn er machte Bond zu der Marke, die sie heute ist: Dem weltgewandten, charismatischen Agenten, der mit Härte und Sexappeal durchgreift. Nach sieben Bond-Verfilmungen beendete Connery mit „Sag niemals nie“ dieses Kapitel in seinem Lebens.
Die Post-Bond-Ära des Sean Connery
Nach dem Ende von Bond 1983 drehte er zunächst zwei Jahre nichts Großes. Doch bald folgten „Highlander“ (1985) und die Verfilmung des Umberto Eco Klassiker, „Im Namen der Rose“ (1986). Seine Darstellung als Polizist in „Die Unbestechlichen“ brachte ihm den Oscar als beste Nebenrolle ein. Weitere Kinohits waren „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989), „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), „Das Russland Haus“ (1990), und „Verlockende Falle“ (1999). Sein letzter Film, „Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman“, enttäuschte die Kritiker wie auch Fans, wonach Connery die Konsequenzen zog und bald seinen Rücktritt erklärte.
Engagement für Schottland
Connery ist Schotte und vertritt dies patriotisch. Seit Jahren setzt er sich für die Belange und die Unabhängigkeit seines Landes ein. Dazu hat er schon zu Bondzeiten eine Stiftung ins Leben gerufen, die er finanzielle mit seinen Gagen unterstützt. Weiterhin ist er Mitglied der Scottish National Party, die er finanziell und durch öffentliche Auftritte unterstützt. Im Jahr 2000 wurde er für seinen Einsatz von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
