Salisbury: Kathedralenstadt mit Charme

2. September | Reise | Keine Kommentare

Salisbury ist eine Kleinstadt im Süden von England, die vor allem für ihre wunderschöne Kathedrale berühmt geworden ist. Doch der Ort selbst ist ebenso einen Besuch wert, denn zwischen altmodischen Fachwerkhäusern und romantischen Cottages lässt es sich einfach wunderbar bummeln und entspannen.

Die Stadt Salisbury liegt in der Grafschaft Wiltshire und ist etwa 150 Kilometer von der britischen Hauptstadt entfernt. Groß ist der Ort nicht, daher wird er von Touristen vor allem gern als Ziel für Tagesausflüge genutzt. Wer einmal im Süden Englands unterwegs ist, sollte einen Zwischenhalt in Salisbury unbedingt einplanen, denn sie gilt nicht nur als eine der schönsten Kathedralenstädte der Region, sondern des gesamten Landes.

Englischer Charme in Salisbury

Schon weit vor Beginn der christlichen Zeitrechnung war die Region des heutigen Salisbury besiedelt, doch erst im frühen 13. Jahrhundert wurde die eigentliche Stadt gegründet. Damals lag sie noch wenige Kilometer von ihrem heutigen Standort entfernt und war zunächst unter dem Namen New Sarum bekannt. Mit dem Bau der Kathedrale war aus Salisbury endgültig eine feste Siedlung geworden, die im Laufe der Jahrhunderte wuchs und sich vor allem als regionales Zentrum Textilherstellung etablierte.

Heute hat die Stadt etwa 45.000 Einwohner und ist zu einem beliebten Ausflugsziel für Engländer und Touristen gleichermaßen geworden. Verträumten Gassen und eine mitunter ländlich anmutende Architektur bestimmen neben der weithin sichtbaren Silhouette der Kathedrale das Bild von Salisbury. Seit Jahrhunderten regelmäßig stattfindende Märkte ziehen noch immer viele Besucher aus der Region und benachbarten Grafschaften an, und jedes Jahr am 23. August finden große Feierlichkeiten zum St. George’s Day statt, mit denen Salisbury als eine der wenigen Städte auch heute noch den Hl. Georg als Schutzpatron Englands feiert.

Salisbury Cathedral und weitere Sehenswürdigkeiten

Salisbury Cathedral ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Sie wurde ab 1220 anstelle der alten Kathedrale von New Sarum errichtet und 1258 geweiht. Die Bauarbeiten hielten jedoch noch mehr als ein Jahrhundert länger an, erst 1479 wurde das Gewölbe als letzter Bauabschnitt endgültig fertiggestellt. Die Kathedrale, die den Beinamen St. Mary’s Cathedral trägt, da sie der Heiligen Jungfrau geweiht ist, wurde im Stil der englischen Frühgotik errichtet und ist mit ihrem 123 Meter hohen Turm bereits von Weitem sichtbar. Ihre schiere Größe, die stiltypischen Spitzbögen und -fenster, das hohe Kreuzrippengewölbe, die kleinteilige Fassadengestaltung und der elegante, lichtdurchflutete Innenraum machen Salisbury Cathedral zu einem der schönsten Kirchenbauten in ganz England.

Neben der Kathedrale sind auch die vielen kleinen Galerien einen Besuch wert. Hier kann man sich der großen lokalen Künstlerszene nähern und beim alljährlichen International Arts Festival die kulturelle Vielfalt der Region erleben. Das Salisbury and South Wiltshire Museum im historischen King’s House behütet archäologische Schätze, die Interessierten die Frühgeschichte der Region näher bringen und sie auf einen Besuch des nur 13 Kilometer nördlich der Stadt gelegenen Stonehenge vorbereiten. Die weltberühmte Anlage gehört für die meisten Touristen zu einem Ausflug in die Region unbedingt dazu und hat selbst für Einheimische noch immer etwas Besonderes.

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