Der Hadrianswall: Sehenswürdigkeit in Nordengland

Der Hadrianswall (lat. Vallum Aelium) war ein von den Römern errichtetes Grenzbefestigungssystem, das sich zwischen Newcastle und Solway Firth befand. Kaiser Hadrian hatte den Bau in Auftrag gegeben.

Der Hadrianswall im Norden Englands ©Flickr/yashima

Noch heute können große Teile der Wallanlage besichtigt werden, die zu den bekanntesten Attraktionen im Norden Englands gehört und im Jahr 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Der Hadrianswall – Archäologische Stätten

Der Wall gehört zu den bedeutendsten Relikten der römischen Geschichte in Großbritannien. Im Jahr 122 gab Kaiser Hadrian den Befehl, einen Wall zu errichten, der das Römische Reich im Norden vor Überfälle der Barbaren beschützen sollte. Es vergingen sechs Jahre, bis das 117 Kilometer lange Bauwerk schließlich fertiggestellt war.

An den Arbeiten zum Errichten des Walls waren etwa 15.000 römische Soldaten beteiligt, die im Abstand von jeweils einer römischen Meile (ca. 1,5 Kilometer) jeweils ein Fort errichteten. Zwischen den Forts befanden sich jeweils zwei Wachtürme, von denen die Grundmauern noch heute erkennbar sind.

Wanderung am Hadrianswall entlang

Je nach Tempo benötigt man für die Strecke zwischen sechs und acht Tage. So kann man unterwegs die einzigartige Natur Nordenglands genießen und den in der Nähe befindlichen Museen, Ausgrabungsstätten und Nationalparks einen Besuch abstatten.

Schätzungen zufolge wurden beim Bau des Hadrianswall 37 Millionen Tonnen Steine verbaut. Die Kosten für den Bau lassen sich nur schwer schätzen, aber man geht davon aus, dass dieser etwa 120 Millionen Euro kosten würde.

Am 23. Mai 2003 wurde der am Wall entlang führende Wanderweg offiziell eingeweiht. Wanderer müssen etwa 300 Zauntritte, Brücken und Tore überqueren. Der höchste Punkt des Hadrianswall befindet sich an den Windshield´s Crags in einer Höhe von 345 Meter über dem Meeresspiegel.

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