Das Pfund – Die britische Währung

Das Pfund Sterling gehört neben dem dem US-Dollar und dem Euro zur wichtigsten Währung der Welt. Auch die Bewohner der Insel lieben ihr Geld so sehr, dass es sich sogar gegen die einheitliche EU-Währung behaupten konnte.

english pound ©Flickr a.drian

Das Pfund Sterling wird nicht nur in England als Zahlungsmittel verwendet, sondern auch in britischen Überseeregionen wie Gibraltar, den Falklandinseln und St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha. Dieses Geld gehört vermutlich zu den ältesten Zahlungsmitteln der Welt, da es schon über 1.200 Jahre im Umlauf ist.

Das Münzsystem

Bis 1971 war ein britisches Pfund in 20 Schilling und jeder Schilling in 12 Pence unterteilt. Ein Pfund Sterling entsprach demnach 240 Pence. Um im internationalen Geschäft mithalten zu können wurde die Währung an das übliche Dezimalsystem angepasst. Es gab nun ½ Penny, 1 Penny, 2 Pence und 5, 10 und 50 Pence. In den folgenden Jahren fand jedoch eine neue Stückelung statt: Der ½ Penny wurde abgeschafft und die 20 Penny-Münze eingeführt. Außerdem folgten 1 und 2 Pfund-Münzen.

Alle Münzen haben auf der Rückseite ein Emblem, das mit England in Verbindung gebracht werden kann, zum Beispiel einen Löwe, der Teil des englischen Wappens ist, oder das Profil der englischen Königin Elizabeth II. Im Jahr 2008 wurden die Münzen durch Matthew Dent neu gestaltet. Nun erstrahlt auf der 1 bis 50 Penny-Münze ein Teil des englischen Wappens, das nur auf der 1 Pfund-Münze vollständig dargestellt wird. Auch die 5, 10, 20 und 50 Pfund-Scheine sind mit britischen Symbolen und Persönlichkeiten verziert.

Das britische Pfund – Die Besonderheiten

Die britischen Geldscheine haben jedoch eine Besonderheit: Sie werden nicht nur von der Bank of England oder der britischen Zentralbank herausgegeben, sondern auch von Banken in Schottland und Irland. Nur das Geld der Bank of England ist in Wales und England als Zahlungsmittel gültig. Banknoten aus anderen britischen Ländern, Institutionen oder Überseegebieten können vom Empfänger nach Belieben angenommen werden.

Wer aus seinem Urlaub britische Pfund mitbringt, muss beachten, dass nur Geldscheine der Bank of England umgetauscht werden. Münzen werden ohnehin nicht gewechselt.

Als am 1. Januar 2002 in vielen europäischen Ländern die Euro-Einführung abgeschlossen wurde, wehrte sich die britische Regierung vehement gegen die neue Währung. Auch Umfragen in der Bevölkerung zeigten, dass die Menschen der Insel das Pfund lieben und nicht missen wollen und es deshalb bis heute aktuelles Zahlungsmittel ist.

Jedoch gerät das britische Pfund ins Schwanken. Denn für einen Euro bekommt man mittlerweile ca. 0,90 Pfund. Vor ein paar Jahren lag der Wechselkurs bei 0,70 Pfund pro Euro. Experten vermuten, dass 1 Pfund bald 1 Euro wert ist.

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