Brighton – Die kleine Schwester Londons
Dass Brighton als „kleine Schwester Londons“ gilt, hat seine Berechtigung. Das Seebad im Süden Englands zieht mit zahlreichen Cafés, Restaurants, Geschäften und einem reichen kulturellen Angebot Alle in seinen Bann. Und dass die Sonne hier häufiger scheint als im restlichen Königreich, ist noch ein weiterer Grund, Brighton einen Besuch abzustatten.
Einem unbedeutenden Landarzt aus Sussex ist es zu verdanken, dass aus dem einstig winzigen Fischerdorf Brighthelmstone südlich von London eine wahre Szenestadt wurde. Richard Russel schickte seine drüsenkranken Patienten für Trink- und Badekuren in das nächstgelegene Fischerdorf und war über die positive und heilsame Wirkung selbst so überrascht, dass er 1753 darüber eine Dissertation schrieb, die dem Örtchen zu einem neuen Namen und wahrer Berühmheit verhalf. Die Veröffentlichung schlug in England ein wie eine Bombe, und fortan pilgerten ganze Heerscharen in den kurzerhand umbenannten Küstenort Brighton.
Brighton – Die verruchte Stadt am Meer
Der Ruf als Sündenpfuhl Englands haftet Brighton noch immer an. Zu verdanken ist das dem früheren Kronprinzen George IV, der sich ein Haus in Brighton kaufte, um fernab vom strengen Königshof seine Freizeit zu genießen. Er nutze die entspannte Atmosphäre der Kleinstadt, um all seine Gelüste ungestört auszuleben. Zahlreiche Affären, Alkoholexzesse und Casinobesuche werden ihm nachgesagt. Sein Bauernhaus ließ er über die Jahre zu einem exzentrischen Palast im indisch-chinesischen Stil umbauen, dass heute als „Royal Pavillion“ eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt darstellt.
Und es finden sich noch mehr Spuren der sündigen Vergangenheit Brightons. Im 20. Jahrhundert wurden an der Küste zwei Vergnügungspiers errichtet, von denen einer noch heute mit Karussels, Spieleautomaten und Fast-Food die Vergnügunswütigen lockt. Und auch entlang der restlichen siebenkilometerlangen Strandpromenade sind unzählige Bars, Süßigkeitenstände, Fish & Chips-Buden und Händler zu entdecken.
Kultur und Konsum
Besonders an den Wochenenden zieht es zahlreiche Menschen zum Shoppen in die Laines mit den kleinen Gässchen die noch an das alte Fischerdörfchen erinnern. Dort gibt es besonders schöne Cafés, Boutiquen und Restaurants zu entdecken. An sie schließt sich das Kulturviertel, die North Laine an, die von bunten Stoffen aus Indien, südamerikanischen Möbeln bis hin zu europäischem Kunsthandwerk alles bietet.
Aber auch diverse Festivals wie z.B. das größte Kunst-Festival Großbritanniens locken Besucher aus aller Herrenländer. Die zahlreiche Museen, Galerien und Theater, sowie die wunderschöne Landschaft Südenglands überzeugen auch den letzten Skeptiker. Brighton ist mit seiner weltoffenen Atmosphäre ein idealer Ort für Künstler und Freigeister und zieht besonders diejenigen an, denen London zu groß und zu teuer ist.
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Von der verruchten Vergangenheit ist aber heute nicht mehr viel übrig! Ich war vor ein paar Jahren mit meinen Kindern in Brighton, wir haben einen Abstecher von London dort hin gemacht und sie fanden es toll! Uns hat der Ort auch gut gefallen, obwohl er sehr kommerziell ist, hat er sich doch viel von seinem Charme bewahrenn können. Die Kinder haben es sehr genossen – es war der perfekte Ausflug für sie nach den Museen in London! Ich kann Brighton für Familien nur empfehlen!
